Die Planschmiede 2KS
Architekten und Ingenieure

655 - Kita Neindorf

Wettbewerb 2014 - 1. Platz


Bauherr: DRK KV Wolfsburg e. V.
Wohn-/Nutzfläche: 759 qm
Leistungsphasen: -


Auf dem vorhandenen Grundstück wird ein eingeschossiges, L-förmiges Gebäude errichtet. Bemerkenswerter Weise rahmt die gewählte Form das Gebäude im Norden und Westen so ein, dass ein geschützter Bereich mit Süd-Ost Ausrichtung entsteht – der Außenspielplatz. Hier können sich die Kinder ungehemmt an der frischen Luft und mit Sonnenschein entfalten.

Die Lage und L-Form bedingt einerseits eine hervorragende Anbindung an die benachbarte Grundschule und Sporthalle, anderseits bietet sie Geborgenheit und Schutz vor der Straße.

Betritt man das Gebäude durch den überdachten Haupteingang – hier finden auch Kinderwagen ihre Stellplätze –befindet man sich, natürlich durch eine Stellwand abgetrennt, die als Informationszentrum dienen kann, schon im Zentrum der Kita. Hier können die Kinder im Bewegungsraum ihrem Bedürfnis nach physischem Erleben und körperlichem Erproben der Möglichkeiten freien Lauf lassen. Im gleichen Raum - parallel im Raum - ist die Cafeteria eingebaut, wo Ruhe, Klönen und gemeinsames Speisen für alle möglich ist. In dieser Cafeteria können auch Geburtstage der Kinder gefeiert werden, und die Eltern verweilen hier beim Bringen oder Abholen der Kinder, zum miteinander Reden oder Informationen weiter geben. Die Offenheit ermöglicht die Beteiligung an der Bewegungsfreude, bietet zugleich auch ruhigere Zonen.

Wendet man sich vom Eingang kommend nach rechts, betritt man den Krippenbereich. Separat vom turbulenten Geschehen im Zentrum der Kita finden hier die Kleinsten die Geborgenheit, die auch zum Ruhen notwendig ist.

Der Krippen-Teil besteht aus einem Gruppenraum mit großer Fensterfront, eigener überdachter Terrasse und Zugang zum Außenspielplatz. Der lichtdurchflutete Raum ist durch seine Form für die Gruppe perfekt nutzbar. Es gibt ein kleines Lager und ansonsten viel freien Platz, jedoch eine im Raum natürlich angebotene Aufteilung der Fläche. Abseits vom täglichen Lärm schließt sich der Schlafraum an, hier finden die Kleinsten auch den Ruhe-Rhythmus.

Jeder Gruppenraum verfügt, wie im Krippenbereich auch, über einen eigenen Flur und Garderobe mit Ausgang zur Außenspielfläche. Natürlich hat jede Gruppe ihre eigenen Toiletten und sanitären Einrichtungen, mit ausreichend Platz für Wickeltisch und Co..

Das Außengelände kann ein reinster Erfahrungsspielplatz werden, falls die Außenanlagen entsprechend gestaltet werden sollen. In den noch vorhandenen Baumresten und Wurzeln könnten sich den Kindern Möglichkeiten zum Klettern, zum Steigen, zum Hangeln, zum Hüpfen oder zum Rennen bieten. Ein Parcours könnte entworfen werden – als Vorgabe für Wettkämpfe, könnte jedem Kind Anreize geben, sich zu versuchen. Alles ist für jedes Kind über die Garderobe oder durch die überdachte Terrasse der Gruppe erreichbar. Trotzdem kann der Krippen-Bereich vom Kita-Bereich unterschieden werden – und auch separiert werden. Das vereinfacht die Aufsicht, fordert dem Alter entsprechend trotzdem heraus.

   

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